Kunzit

Kunzit

Ziemlich profan mag es klingen, wenn man den Kunzit einfach als Varietät des Minerals Spodumen bezeichnet, denn diese Beschreibung lässt nichts von der Faszination erkennen, die dem Edelstein zu eigen ist. Der perfekt geschliffene Kunzit erstrahlt in einem solchen Glanz, dass man ihn in Schmuckstücken sogar den Diamanten zur Seite stellt. Die Farbnuancen reichen von fast völliger Farblosigkeit über zartes Rosa bis hin zum dunklen Violett; dabei ist das Farbenspiel nicht nur abhängig von der Zusammensetzung der Kristalle oder den Einflüssen chemischer Elemente, sondern auch vom Lichteinfall.

Der Blick ins Innere der Erde

Schon vor Millionen von Jahren entwickelten sich im Erdinneren unsere heutigen Edelsteine in unzähligen Variationen. Viele von ihnen sind bereits seit Jahrtausenden bekannt. Doch die Natur überrascht uns immer wieder, speziell dann, wenn sie ihre geheimen Ressourcen offenbart. So auch im Jahr 1902, als der New Yorker Juwelier und Gemmologe George Frederick Kunz (1856-1932) im südkalifornischen Pala jenen Edelstein fand, den man zu Ehren seines Entdeckers später Kunzit nannte.

Im Fokus: der Kunzit

Dieser – zumindest aus Sicht der Menschheit – „junge“ Edelstein faszinierte von Anfang an mit seiner Klarheit und der zartrosa Färbung, für die beispielsweise das Mangan verantwortlich ist. Man ordnet ihn der Familie der Spodumene zu. Betrachtet man z.B. ähnlich geschliffene Kunzite und Hiddenite, sieht man schnell, dass sie zur selben Edelsteinfamilie gehören. Der Hiddenit ist das gelbgrün bis grün schimmernde Pendant, das ca. 25 Jahre früher von William Earl Hidden (1853-1918) entdeckt und nach diesem benannt wurde.

Die Herkunft

Hauptsächlich stammen die eleganten und in feinem, fast schon zärtlichem Rosa schimmernden Kunzite aus Kalifornien. In Afghanistan findet man dagegen Kunzite, die sich häufig in Hellgrün, Hellviolett und in einem kräftigen Violett präsentieren – je nachdem aus welcher Blickrichtung man den Edelstein betrachtet. Weitere Vorkommen der prismenförmigen Edelsteine mit den typisch vertikalen Linien und dem wunderbaren Pleochroismus befinden sich in Madagaskar und Brasilien. Immer wieder erstaunlich ist es, dass die von außen stark zerfressenen Kristalle eine Größe von mehreren Kilogramm erreichen können.

Wenn die Chemie stimmt

Wendet man den Blick in die Tiefe des Kunzits, betrachtet man einen Stein, der zur Mineralklasse der Ketten-Silikate zählt. Winzige Spuren von Mangan beeinflussen die Farbgebung und verleihen dem Edelstein die typischen zartrosa Nuancen, die mitunter in ein elegantes und hauchfeines Flieder-Violett wechseln. Die kräftigen Farbgebungen sind eher selten und solche Kunzite dadurch wesentlich kostbarer. Viele Spezialisten und Edelsteinliebhaber entscheiden sich sogar meist eher aufgrund der Farbnuancen für einen Kunzit, während sie mögliche Einschlüsse erst als zweites Kaufkriterium in Erwägung ziehen.

Die Metamorphose vom Rohkristall zum eleganten Schmuckstein

Edelsteinschleifer stellen sich immer wieder der großen Herausforderung, einen Kunzit buchstäblich in Form zu bringen. Zwar liegt die Härte des Edelsteins zwischen 6 und 7 auf der Mohs-Skala, doch bedingt seine kristalline Zusammensetzung eine völlige Spaltbarkeit. Am besten kommt der Schimmer des Kunzit bei der Betrachtung von oben zur Geltung. Dazu muss der Schleifer den Rohkristall aber zunächst quasi „lesen“ können, um ihn anschließend für den Schliff und die weitere Bearbeitung perfekt auszurichten. So kann der Kunzit später als wunderbares und wertvolles Schmuckstück mit seinen sanften und fast zärtlichen Farbnuancen sowie der unvergleichlichen Brillanz verführen. Dabei bildet der silbrige Glanz der Facetten den perfekten Gegensatz zu den traumhaften Nuancen des Edelsteins. Aufgrund seiner kristallinen Eigenschaften sollte man einen Kunzit aber nicht dem starken Sonnenlicht – etwa am Strand – aussetzen, da er dadurch seine wunderbare Farbe verlieren könnte. Außerdem ist es für jeden Juwelier eine Herausforderung, einen Kunzit nachzuschleifen. Doch diese beiden Faktoren nehmen dem Kunzit nichts von seiner Faszination. Den ansonsten unkomplizierten Edelstein findet man in vielen attraktiven Schliff-Formen sowie in erstaunlichen Größen, die immer noch zu attraktiven Preisen erhältlich sind. Ob man sich allerdings für einen zartrosafarbenen oder einen stärker schimmernden Kunzit entscheidet, hängt sowohl vom Hauttyp als auch von den persönlichen Vorlieben ab.

Der Heilstein Kunzit

Die zartrosa und fast schon sinnliche Färbung verwandelt den Kunzit besonders in einen Schmuckstein für Liebende. Zudem ist er längst auch als Heilstein bekannt. Man sagt, er schenke Lebensfreude und innere Ruhe, fördere Einfühlungsvermögen und Hingabe. Er befreie von Problemen und Sorgen und aktiviere die geistige Balance. Viele sehen in ihm die Unterstützung bei Ängsten und Depressionen, da er die Stimmung aufheitere und Optimismus verleihe. Der rosafarbene Kunzit wirkt auf das Herz-Chakra, während der violette Kunzit für das Stirn-Chakra steht. Als Hauptstein ordnet man ihn dem Sternzeichen Fische zu, als Nebenstein dem Sternzeichen Waage.

Bekannt aus den Medien

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