Opale

Opale

Schon seit geraumer Zeit gilt Australien als weitläufige Fundgrube für etwa 95 % der weltweiten Opalvorkommen, doch dies – wie bei Edelsteinfunden meist üblich – nur durch den berühmten Zufall. Vor Millionen von Jahren waren Teile Australiens von einem Binnensee bedeckt, an dessen Ufer sich im Laufe der Zeit Sedimentgesteine bilden konnten. Siliziumreiches Wasser sowie Überreste von Pflanzen und Tieren setzten sich in Spalten und Hohlräumen ab und bildeten die spätere Basis für jene Kieselsäure, die im Zusammenspiel mit Wasser das Silizium in Opale verwandelte.

Der Weg an die Oberfläche

Auf einer Rinderfarm in Tarraville – im heutigen Bundesstaat Victoria – entdeckte man 1849 die ersten Opalstücke. Doch sollte es noch weitere 40 Jahre dauern, bis die ersten Opalsucher mit dem Abbau des Gesteins begannen. Zu den legendären Opalfeldern Australiens zählen Coober Pedy und Andamooka in South Australia sowie White Cliffs und Lightning Ridge in New South Wales. Der berühmte Andamooka-Opal mit 203 Karat wurde beispielsweise Queen Elizabeth II. im Jahr 1954 anlässlich ihres ersten Besuches im Bundestaat South Australia zum Geschenk gemacht. Mit der 6.843 Kilogramm schweren „Wüstenflamme von Andamooka“ fand man hier auch den bislang wohl größten Opal der Welt. Aus Lightning Ridge stammen viele außergewöhnliche schwarze Opale. White Cliffs, die ältesten Stadt im Outback und jener Ort, in dem die Bewohner unter der Erde wohnen, ist berühmt für die sogenannten „Pineapple-Opale“, von denen bislang nur ca. 500 gefunden wurden und die nur unter ganz besonderen Temperaturen und Gesteinszusammensetzungen entstehen können. Als Opal-Hauptstadt der Welt gilt schließlich Coober Pedy inmitten der wie eine Mondlandschaft erscheinenden Region Flinders Range. In der kleinen Ortschaft leben nur ca. 1.700 Menschen, doch stammen von hier ca. 75 Prozent aller weißen Opale der Welt. Auch in Coober Pedy wohnt man unter der Erde, um sich vor der großen Hitze und Sonneneinstrahlung zu schützen. Früher zog man die von Hand gefüllten Eimer aus Schächten mit einer Tiefe bis zu 40 Metern mühsam ans Tageslicht. Heute bedient man sich technischer Hilfsmittel. Obwohl es sich bei der Suche nach den faszinierenden Steinen um harte Arbeit handelt, finden viele Männer und Frauen immer noch den Weg ins heiße, australische Outback, um ihr Glück zu versuchen.

Der mystische Opal

Viele Sagen und Legenden ranken sich um den fast schon als Edelsteinmysterium geltenden Opal. So erzählen sich die australischen Ureinwohner, dass der Schöpfer der Welt während der Traumzeit auf einem Regenbogen zur Erde hinabstieg, um den Menschen den Frieden zu bringen. Dort, wo seine Füße den Boden berührten, wurden die Steine lebendig und schimmerten und leuchteten plötzlich in allen Farben des Regenbogens – die Geburt der Opale. Betrachtet man die Steine aus der Nähe, mutet es an, als vereine sich die gesamte Pracht der Natur in den Opalen und versuche sich selbst mit den schönsten Farben zu übertreffen. Man erkennt die Weite der schimmernden Weltmeere, Farben von Blumen und Blüten, Feuer und Blitze und versinkt buchstäblich in der gewaltigen Regenbogen-Impression.

Grenzenlose Schönheit

Die Opale sind ein wunderbares Beispiel für die grenzenlosen Möglichkeiten, die die Natur erschaffen kann. Die prachtvollen Edelsteine präsentieren sich mit ineinanderfließenden Farben, mit leuchtenden Sprenkeln, mit irisierenden Linien und außergewöhnlichen Musterungen. Opale zeigen sich in dunkleren Farben oder als seltene Schwarzopale mit dem wohl brillantesten Farbspiel. Man findet helle bis weiße Variationen sowie die sogenannten Milch- und Kristallopale, wobei Letztere auf der Bewertungsskala gleich hinter den Schwarzopalen zu finden sind. Bekannt sind ebenfalls „Matrix-Opale“, „Yowah-Nüsse“ sowie „Boulder-Opale“ und „Picture Stones“. Spezialisten erkennen die Edelsteine bereits an ihren Namen oder ordnen ihnen anhand ihres Erscheinungsbildes den Herkunftsort zu. Dennoch findet man oft Bezeichnungen wie „Schwarzopal aus Lightning Ridge“. Eine weitere interessante Opal-Sorte sind die Feueropale, deren bedeutendsten Fundstellen in Mexico liegen und die mit Farbnuancen zwischen strahlendem Orange und tiefem Rot begeistern. Um eine Differenzierung in der Vielfalt der Opale zu ermöglichen, spricht man übrigens dann von Edelopalen, wenn sie das typische Farbenspiel zeigen. Ansonsten bezeichnet man sie als „gemeine Opale“. Überdies werden heutzutage auch synthetische Opale in Maßen für die Industrie hergestellt. Diese nennt man „Inamori“. Andere synthetische Steine tragen die Namen „Mexifire“ und „Perublu“.

Faszinierende Farbenspiele

Lange konnte man nicht herausfinden, woher das unglaubliche Farbenspiel der Opale stammt. Erst als man in der Lage war, die Steine unter dem Elektronenmikroskop zu untersuchen, entdeckten die Forscher, dass die aus Kieselgel bestehenden Kügelchen Beugungs- und Interferenzerscheinungen verursachen. Dabei gelingt es ihnen, das auftreffende Licht so zu beeinflussen, dass es auf dem Weg zurück an die Oberfläche quasi zerlegt und immer wieder anders reflektiert wird. Selbst der römische Schriftsteller Plinius beschäftigte sich mit der Faszination der Opale und schrieb, der Edelstein berge in sich die positiven Eigenschaften der schönsten Exemplare. Er erwähnte das zarte Karfunkelfeuer, das unwiderstehliche Saphir-Blau, das golden schimmernde Gelb der Topase sowie den faszinierenden purpurnen Amethyst, die sich alle im Opal wiederfinden, um dort „in wunderschöner Vermischung zusammen [zu] glänzen“.

Der Siegeszug der Opale rund um die Welt

Man geht davon aus, dass das Wort aus dem Sanskrit abgeleitet werden kann, dort steht „upala“ für „kostbarer Stein“. Den „Stein aus Teilen“ nannte man im antiken Rom „opalus“ und mit „opallios“ sprachen die Griechen vom „Farbwechsel“. Während 95 Prozent der Opale aus Australien stammen, kommen die restlichen Edelsteine aus Ländern wie Mexiko und Brasilien sowie aus Idaho und Nevada, USA. In letzter Zeit vermerkte man zudem Funde in Mali, Westafrika, und in Äthiopien. Noch Anfang des 19. Jahrhunderts kannten wenige Menschen die Faszination der Opale. Erst später kamen sie beispielsweise nach Europa und beeinflussten besonders die Schmuckdesigner des Jugendstils. Zu dieser Zeit verwendete man u.a. Emaille zur Schmuckherstellung, in das sich die farbenprächtigen Opale bestens einfügten und wegen ihrer dezenten Ausstrahlung geliebt und heiß begehrt wurden.

Der Blick in die Struktur

Als Opal bezeichnet man das Mineral aus der Klasse der Oxide und Hydroxide. Meist werden Opale in flachen Gesteinslinsen oder dünneren Schichten gefunden, daher sind größere Stücke eher selten. In Verbindung mit einem Teil des Muttergesteins entstehen später Opal-Dubletten, die zu Serienschmuck verarbeitet werden. Von Tripletten spricht man, wenn die Opalschicht durch eine zusätzliche Lage von Blei- und Hartglas, Kunststoff oder Bergkristall geschützt wird. Dies ist aufgrund der Opal-Empfindlichkeit besonders wichtig, denn der Opal rangiert in Bezug auf seine Härte lediglich im Bereich zwischen 5,5 und 6,5 auf der Mohs´schen Skala. Heute versieht man einige der Opale mit einer Schicht aus farblosem Kunstharz, während man sie früher einölte, um die empfindliche Oberfläche zu schützen. Dennoch sollte man unbedingt beachten, dass Opale nicht zu lange großer Hitze ausgesetzt werden. Aufgrund ihres Wassergehaltes, der zwischen 5 und 8 Prozent liegt, trocknen die Edelsteine aus, es bilden sich Risse und die typische Farbgebung verblasst schließlich. Trägt man dagegen seinen Opalschmuck regelmäßig, nutzt der Edelstein die Feuchtigkeit der Haut und aus der Luft, um sich zu regenerieren.

Der perfekte Schliff

Vorzugsweise verleiht man dem Opal mit ovalem oder rundem Cabochon-Schliff die perfekte Präsenz. Denn so kommt das Farbenspiel, das ihn auszeichnet, erst richtig zur Geltung. Dabei „lesen“ die Edelschleifer sich allerdings vorher gewissenhaft in den jeweiligen Edelstein ein, um die Besonderheiten zu erkennen und diese später hervorzubringen. Facetten-Schliffe wendet man dagegen meist ausschließlich bei den besten Feueropal-Qualitäten an. In jedem Fall kümmert sich der Edelsteinkünstler zunächst darum, die Unreinheiten vorsichtig zu entfernen und legt dann die Form fest. Nach dem Feinschliff benutzt er noch einmal feines Sandpapier und poliert den Edelstein schließlich mit einem feuchten Lederrad.

Der wertvolle Opal

Um den Wert der Opale zu beziffern, gibt es diverse Kriterien, zu denen die Transparenz der Steine, das typische Opalisieren, die Körperfarbe und weitere, auf den Fundort bezogene Faktoren gehören. Man beurteilt außerdem die Dicke der Opalschicht, berücksichtigt das Gewicht und bewertet die Verarbeitung und den Schliff sowie das Muster und die Brillanz der Zeichnungen. Aus dem Gesamteindruck sowie dem Verhältnis von Angebot und Nachfrage bemisst sich dann der Wert des Edelsteins. Auf jeden Fall ist es empfehlenswert, einen fachmännischen Rat einzuholen. Hört man dann Worte wie „Kirchenfenster“, „Nadelfeuer“ und „Harlekin“, kann man sicher sein, einen Edelsteinhändler vor sich zu haben, der sich vermutlich mit der weiteren Terminologie ebenso auskennt wie mit der hochwertigen, fachlichen Beratung.

Die Wirkung der Opale

Schon seit Urzeiten geht man davon aus, dass Opale heilende Kräfte besitzen, depressive Verstimmungen lösen können und wohltuend auf die Seele einwirken. Viele sagen, allein die Betrachtung eines der farbenprächtigen Steine führe dazu, mit sich selbst wieder in Einklang zu kommen und den Glauben an sich zu stärken. So faszinierend vielfältig die Opale auftreten, ist auch ihre Wirkung auf die Chakren, denn man sagt, einen Opal könne je nach Bedarf auf alle Chakren angewendet werden. Bei der Meditation gilt er als stärkster Stein und wird außerdem den Sternzeichen Fische und Krebs zugewiesen.

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